Jebel Uweinat

Jebel Uweinat ist ein bizarr aussehender Berg in der allgemein flachen und eintönigen libyschen Wüste. Er steht an der Grenze mit Libyen und Ägypten, inmitten der trockensten Region, und ragt wie eine Insel aus der umliegenden Ebene hervor. Seine Höhe reicht aus, um ein bisschen Regen aus den Monsun-Wolken der Sahelzone zu fangen, die sich jede 10 bis 15 Jahren in diesen nördlichen Regionen verirren. Selbst diese kleine Menge genügt, um einigen Pflanzen und Tieren in den breiteren Tälern Leben zu spenden. Zu Urzeiten war der Berg dicht bevölkert, wie Hunderte Felszeichnungen und -gravierungen attestieren, die in Unterschlüpften am Rande der größten Tälern und selbst auf den Hochplateaus gefunden wurden. In neueren Zeiten bewohnten Tibu-Nomaden den Berg, wie erste Forschungsreisenden Mitte der 20er Jahren bezeugten. Schon 1932 waren die Tibu allerdings gegangen, von der zunehmenden Trockenheit vertrieben.